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DAS JSO TULLN

Wir sind das Jugendsymphonieorchester Tulln, ein Haufen wilder, begabter, schwer zu beherrschender, aber dafür umso energischer musizierender Jugendlicher aus Tulln und den Trabantenstädten rundum (Heiligeneich, Wien, Wolkersdorf …). Wir spielen Musik von Barock bis heute, Auftragskompositionen, die schönsten und besten Werke der großen Meister, mit und ohne Vibrato, auf modernen oder authentischen Instrumenten, in Sälen, Kirchen und auf Tourneen – und immer mit vollem Einsatz.

Informieren Sie sich über uns auf dieser Website und bleiben Sie durch unsere Newsletter auf dem Laufenden! Am besten aber: Besuchen Sie unsere Konzerte und lassen Sie sich so wie wir anstecken von großer Musik und großer Kunst!

ISLANDTOURNEE 2018

14.11.–20.11.2018

Wir freuen uns schon riesig! Geysire, Nordlichter, Gammelhai, Vulkane – dazu Mozart, Schubert, Winkler, Strauss. Und – das ist das Schönste – wir treffen unsere Jugendorchesterfreunde aus Reykjavik und Danzig! 😀 Das Island-Projekt »Jugendorchestervernetzung« des JSO Tulln wird durch ERASMUS+ gefördert. Also eine wunderbare Sache! Danke EU! Wir sind gerne Europäer (und eigentlich waren wir noch nie was anderes).

Mehr Infos gibts hier.
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4. ROTARISCHES NEUJAHRKSKONZERT

12.1.2019, Danubium Tulln

Wir lassen es wieder sowas von krachen! 🎉 Von diesem Neujahrskonzert werden unsere Nachfahren noch Lieder singen. A propos Lieder: Dieses Mal haben wir erstmals Gesang dabei. Aber nicht das, was Sie denken: »Bin ich die Unschuld vom Lande« oder »Wien, Wien, nur du allein.« Weit gefehlt: Erstens haben wir einen Countertenor und zweitens singt dieser Countertenor das Beste von Klaus Nomi, dem Olga Neuwirth eine Hommage komponiert hat. Aber bevor wir damit tief in die 80er-Jahre 🕺 eintauchen, wird das Ballettstudio Caroline Jablonski alles aufbieten, um mit Schostakowitsch dem Neuen Jahr den gebotenen Hüftschwung zu verpassen. Danach erwarten Sie gut abgehangene Kracher wie die Nabucco-Ouvertüre, die Moldau und das Farbenprächtigste von Johann Strauss.

Mehr Infos gibt’s hier.

LEITBILD DES JSO TULLN

Der Mensch soll mit der Schönheit nur spielen, und er soll nur mit der Schönheit spielen. Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen, 15. Brief
Bitte lachen Sie nicht, aber wir halten das Orchester neben dem Kuss, dem Bett und der Heilkunst für eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Warum? Deshalb:

In einem Orchester spielen Menschen miteinander und füreinander. Miteinander heißt: sich integrieren können, als Gruppe zu funktionieren, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Füreinander heißt: den anderen begleiten zu können, aber auch zu wissen, vom anderen begleitet zu werden. Zu begleiten heißt: mit aller Kraft, mit allem Können, mit allen Sinnen für andere da sein. Begleitet zu werden heißt: von anderen unterstützt, getragen, umsorgt zu werden, zu vertrauen.

In einem Orchester wechselt man zwischen Solo und Tutti, zwischen allein und gemeinsam, zwischen Individualität und Kollektivität. Derjenige, der als Solist über dem Orchesterklang seine Melodie spielt, trägt im nächsten Moment als Teil des Orchesters einen anderen Solisten. Beides muss beherrscht werden.

Individualität ist gut. Denn sie bereichert. Sie sucht das Schöne und riskiert alles. Individualität muss gefördert werden, muss vom Tutti in ihrer immanenten Risikobereitschaft getragen und aufgefangen werden. Kollektivität ist gut. Jeder muss sich nahtlos einfügen, damit sie entsteht. Alle müssen sich aufeinander verlassen – nicht nur im Moment, sondern auch in der jeweiligen persönlichen Vorbereitung, im Üben, im selber besser werden wollen, im Verantwortung übernehmen wollen.

Das Orchester braucht alle Sinne. Man hört, man sieht, man spürt einander. Erst wenn man sich auf andere einlässt, sich gegenseitig wahrnimmt, aufeinander reagiert – besser gesagt: die Bereitschaft entwickelt, aufeinander zu reagieren – erst dann fängt man an, als Orchester zu funktionieren.
Ein Orchester ist ein gesellschaftlicher Mikrokosmos mit allem, was dazugehört. Man führt und muss sich führen lassen, es ist Demokratie und Monarchie gleichzeitig.

Es vergibt laufend Rollen, die es auszufüllen gilt. Je mehr man selbst einbringt, desto wertvoller wird das Ganze. Je wertvoller das Ganze, desto mehr erhält man zurück. Man gibt und erhält.

Ein Orchester beschäftigt sich mit Dingen, denen wahre Schönheit innewohnt: mit Kunst. Kunst ist zweckfrei, und in dieser Zweckfreiheit erst kann das zutage treten, worum es in Wahrheit geht: um das Menschsein. Denn der Mensch ist der Zweck an und für sich.

Ein Orchester verkörpert also mit Leichtigkeit, wofür wir seit tausenden Kriegen kämpfen: Freiheit und Autonomie, Vertrauen und Rücksicht, Verantwortung und Würde.

Sie sehen: Nur wenige Dinge spiegeln die Quintessenz der Menschlichkeit besser als Kunst und Musik und damit verbunden das Symphonieorchester. Nur wenige Dinge vereinen in sich die Wesenszüge der Aufklärung, des Idealismus und der Autonomie besser und nachhaltiger als das orchestrale Musizieren von großer Musik. Es ist daher – im Sinne unserer Kinder, im Sinne des Guten, Wahren und Schönen – nur richtig und logisch, einem Jugendsymphonieorchester jede nur mögliche Unterstützung zukommen zu lassen.

In einem Orchester zu wirken und große Musik zu spielen, verändert und prägt jeden, hinterlässt Spuren – und macht bessere Menschen. Es vermittelt jene Dimensionen, die als wesentlich für Bildung gelten: Selbstorientierung, Aufklärung, historisches Bewusstsein, Ausdrucksfähigkeit, Selbstbestimmung, moralische Sensibilität und poetische Erfahrung.
Geben Sie es zu: Tief in Ihrem Herzen sind Sie ein Fan des JSO Tulln. Das ist nicht ungewöhnlich. Wir sind’s ja auch. Sie müssen Ihre Leidenschaft nicht länger unterdrücken, das ist nicht nur ungesund sondern auch unnötig. Melden Sie sich deshalb noch hier und heute für unsere Newsletter an. Dann wissen Sie immer, was wir gerade tun, wo wir gerade sind, können mitfiebern, mitfeiern und mitleiden. Ab und zu gibt’s Vergünstigungen beim Kartenverkauf – aber immer gibts’ UNS: die wilden, begabten und schwer zu beherrschenden Jugendlichen des JSO Tulln!